HANSEstyle Serie – Hamburger Ikonen: im Gespräch mit Uwe Seeler

Uwe Seeler
Uwe Seeler: im Funk-Eck für HANSEstyle fotografiert von Bob Leinders

Von Fehlern und Hoffnungen – “Uns Uwe” im Exklusivinterview

Fußball-Legende Uwe Seeler feierte mit dem HSV viele Siege. Seine phänomenale Trefferquote handelte ihm den Ruf als bester Mittelstürmer Deutschlands ein – über 400 Tore schoss er während seiner HSV-Karriere für den Verein.
In der HANSEstyle-Serie „Hamburger Ikonen“ spricht der 81-Jährige über den Abstieg und die Fehler seines Vereins, über sein gesellschaftliches Engagement und darüber, was er an den Hanseaten so sehr schätzt. 

 

HANSEstyle: Es ist passiert – der HSV ist abgestiegen. Wie schmerzhaft ist das für Sie? 

Uwe Seeler: Ich bin ein bisschen traurig. Das ist aber auch in der Sache begründet, dass der HSV den Abstieg selbst zu verschulden hat. Der Verein hatte die letzten vier Jahre Zeit, um eine neue, stärkere Mannschaft aufzubauen. Die letzten beiden Jahre hatte der Verein Glück und konnte den Abstieg gerade noch abwenden. Aber Glück kann man eben nicht kaufen. 

 

Uwe Seeler
Geradlinig, herzlich, verlässlich: Uwe Seeler

 

Wo lag der Fehler?  

Beim HSV sind viele Fehler gemacht worden. Es ist im Grunde nicht verwunderlich, dass wir abgestiegen sind. Immer neue Trainer einzustellen ist keine Lösung. Außerdem waren es
meiner Ansicht nach auch immer die
falschen Trainer. Jeder macht Fehler und es kann vorkommen, dass ein Spieler nicht so einschlägt, wie geplant. Was aber auffällt ist, dass in den letzten Jahren viele Spieler gekauft wurden, die in anderen Vereinen gut waren und beim HSV abgebaut haben.

Woran kann das liegen?

Fußball ist ein Mannschaftssport. Die Spieler müssen integriert und eingespielt werden. Der HSV allerdings war keine Mannschaft mehr. Auch dafür ist ein Trainer in hohem Maße verant-
wortlich. Er muss aus den einzelnen Spielern eine Mannschaft formen. Christian Titz hat das erkannt und setzt nun genau dort an.

Trauen Sie Christian Titz zu, den HSV wieder aufzubauen?

Er macht auf mich einen positiven Eindruck.

 

Das vollständige Interview finden Sie in der aktuellen HANSEstyle-Ausgabe ab Seite 52 oder hier.

 


Das Gespräch führten: Jenny Falckenberg
und Christian Bauer

Fotos: Bob Leinders