Stephan Luca

Der Wahlhamburger ist ein erfolgreicher deutscher Schauspieler. Filme wie „Männerherzen“ an der Seite von Til Schweiger, Nadja Uhl und Wotan Wilke Möhring haben ihn einem breiteren Publikum präsentiert. Zuletzt im Kino zu sehen war Stephan Luca in der Hauptrolle von „Kein Sex ist auch keine Lösung“, mit dabei Armin Rohde und Hannelore Elsner. Für „360 Grad“ – unserer neuen Serie, in der Sie ausschließlich Zitate unserer Gesprächspartner finden werden – besucht der Vater zweier Kinder die HANSEstyle-Redaktion. Wir lernen einen sympathischen, charismatischen und authentischen Menschen kennen. Stephan Lucas Rollenrepertoire reicht von Schurken bis Romantiker, von Macho bis Schwiegersohn. Nach unserem Treffen musste der 38-Jährige zu Dreharbeiten nach Süddeutschland – wir freuen uns darauf, mehr von ihm zu sehen. Die folgenden Zitate stammen aus einem intensiven Gespräch mit dem Schauspieler:

Fotos: Tim Wendrich für HANSEstyle

Als ich zehn oder elf war, durfte ich wach bleiben und mir Ben Hur angucken. Das war für mich ein prägender, filmischer Moment. Mit offenem Mund saß ich dreieinhalb Stunden da.

Ich komme aus Stuttgart. Mit 16 Jahren war mir klar, ich will hinaus in die Welt.

Viele Schauspieler kommen wie ich von der Waldorf-Schule. Ich werde oft gefragt, ob wir unseren Namen tanzen können. Um mit dem Vorurteil aufzuräumen: Nein, wir können es nicht!

Als ich zu meiner Aufnahmeprüfung nach Hamburg kam, wusste ich, dass ich einmal hier am Deutschen Schauspielhaus auf der Bühne stehen will. Jeder junge Schauspieler sollte sich möglichst früh Ziele setzen.

Ich habe meinen Beruf nicht ausgesucht, um mich ständig in der Komfortzone aufzuhalten. Ich bin nicht angetreten, um nur den Good-Looking-Guy zu spielen.

Risiko, Risiko, Risiko. Kein doppelter Boden, kein Seil, das dich hält.

Wenn du fällst, fällst du.

Ein guter Schauspieler ist extrem gut vorbereitet. Er weiß, was er machen will, ist aber bereit, zuzuhören und sich einzulassen. Er versteht sein Handwerk einzusetzen, doch notfalls schießt er auch über das Ziel hinaus.

Als Schauspieler wirst du oft in Watte gepackt. Aber das ist nicht das wahre Leben.

Am Anfang ist da im Grunde nichts. Alles wird kreiert. Diesen Vorgang finde ich irre. Michael Caine hat einmal einem Drehbuchautor gesagt: Wenn du schon Gott bist, dann streng dich verdammt nochmal wenigstens an.

Richtig interessant wird es doch immer dann, wenn etwas Unerwartetes passiert. Es gab ein Vorsprechen – Thema Romeo und Julia. Alle Darsteller spielten mit Blick nach oben zum imaginären Balkon. Ich habe dann mit Blick nach unten gespielt. Damit kam ich eine Runde weiter.

Manchmal ist es gut, mit dem Mut der Verzweiflung an Dinge heranzugehen.

Machen, machen, machen. Das ist der beste Motor.

Auch ein guter Schauspieler ist davon abhängig, dass das Telefon klingelt. Ich bin sehr, sehr dankbar für die vielen Möglichkeiten.

Ich kann nicht taktieren. Ich war schon immer ein Freund von klaren Positionierungen. Auch, wenn man deshalb manchmal einer verpassten Chance nachtrauern muss.

Mein Beruf hat etwas Ungeordnetes. Ich glaube, dass ich deswegen auch einen kleinen Ordnungstick habe. So bekomme ich Berührung mit dem Alltäglichen. Meine Frau lacht da manchmal über mich.

Über meine Mutter habe ich serbisch-kroatische Wurzeln. Viel menschliches in mir kommt daher: Du bist mein Gast – du musst dich wohlfühlen. Ich gebe dir zu essen, auch wenn du keinen Hunger hast. Man küsst sich und umarmt sich. So ist es da.

Wie ein Schauspieler in der freien Zeit lebt? Monika Bleibtreu sagte einmal im Unterricht zu uns: „Ich kann euch zeigen, wie man auf die Bühne hinaufgeht, aber wie ihr wieder runterkommt – das müsst ihr alleine herausfinden.“

Ich habe ein großes Lustpotenzial, weiter Neuland zu betreten. Und ich werde mich von diesem Beruf nicht verabschieden, bevor ich nicht eine eigene Geschichte von Anfang bis Ende selbst gestaltet habe.

Diese 15 Jahre Hamburg haben mich gefühlt zum Hamburger gemacht.

Manchmal ist es gut, mit dem Mut der Verzweiflung an Dinge heranzugehen.

Auch ein guter Schauspieler ist davon abhängig, dass das Telefon klingelt. Ich bin sehr, sehr dankbar für die vielen Möglichkeiten.

Ich kann nicht taktieren. Ich war schon immer ein Freund von klaren Positionierungen. Auch, wenn man deshalb manchmal einer verpassten Chance nachtrauern muss.

Mein Beruf hat etwas Ungeordnetes. Ich glaube, dass ich deswegen auch einen kleinen Ordnungstick habe. So bekomme ich Berührung mit dem Alltäglichen. Meine Frau lacht da manchmal über mich.

Durch meine Mutter habe ich serbisch-kroatische Wurzeln. Viel Menschliches in mir kommt daher: Du bist mein Gast – du musst dich wohlfühlen. Ich gebe dir zu essen, auch wenn du keinen Hunger hast. Man küsst sich und umarmt sich. So ist es da.

Zu Hause, Familie, Tannenbaum. Bei uns ist es zu Weihnachten traditionell.

Ich habe ein großes Lustpotenzial, weiter Neuland zu betreten.

Und ich werde mich von diesem Beruf nicht verabschieden, bevor ich nicht eine eigene Geschichte von Anfang bis Ende selbst gestaltet habe.