Moin Moin AHOI

HANSEstyle im Ahoi: Steffen Henssler mit seinem Bruder Peter und Autorin Franziska Heinemann-Schulte | Foto: Tim Wendrich für HANSEstyle

Steffen Henssler und sein Bruder Peter haben ihr Restaurant „Ahoi“ in der City eröffnet. Autorin Franziska Heinemann-Schulte blickt mit ihnen hinter die Kulissen.

So köstlich kann ein Lottogewinn eingesetzt werden: Als Steffen Henssler im Jahr 1999 im Lotto 44.000 D-Mark gewann, besuchte er mit dem Geld die renommierte Sushi-Academy in Los Angeles/Kalifornien, um als erster Deutscher zum Professional Sushi Chef ausgezeichnet zu werden. Und das schmeckt man in seinen bisherigen zwei Restaurants „Henssler & Henssler“ und „Ono“.

Nun hat er zusammen mit seinem Bruder Peter sein mittlerweile drittes Restaurant in der Hansestadt eröffnet, das „Ahoi“. Harmonisch familiär ergänzen sich die beiden Brüder. Steffen über Peter: „Er ist betriebswirtschaftlich sehr stark und hat genau wie ich richtig Bock. Es gibt eine gute Energie zwischen uns. Wir beide sind uns sehr ähnlich, auch wenn er wohl etwas ruhiger ist als ich.“

Der Restaurant-Name „Ahoi“ geisterte schon länger in Hensslers Kopf umher, nur die Location musste gefunden werden. Nun ist sie da – in der Spitalerstraße. Durchdesignt und perfekt abgestimmt erfreut das junge Konzept optisch, aber auch kulinarisch. Das „Ahoi“ wirkt locker, wie Henssler selbst. Es soll als modernes Schnellrestaurant positioniert werden und auch Gäste erreichen, die bei seinen anderen Restaurants Hemmschwellen haben.

In heller, freundlicher Atmosphäre bietet eine kleine Karte eine gute Auswahl an Gerichten, alle auf einheitlichen, gebrandeten Tellern angerichtet. Die Küche, aufgrund der Anzahl des Küchenteams auch „Die Wilde 13“ genannt, serviert Handfestes. Oder wie Steffen Henssler sagt: „Geile Burger, Sushi, gutes Schnitzel und genauso Apfelkuchen vom Blech mit Sahne.“ Das Schnitzel kommt erfreulicherweise ohne Nachfrage gleich zusammen mit den Preiselbeeren.

Nicht nur durch das coole Ambiente mit Neon-Schriftzügen oder dem handgemalten Blauwal an der Wand soll sich das „Ahoi“ von Hensslers beiden anderen Restaurants abheben, sondern auch preislich: Zwischen etwa drei Euro und 17 Euro bietet das Ahoi für jeden etwas. Ein Laden für alle – wie seit der Eröffnung der ständige, hungrige Besucherstrom zeigt. Falls man keinen der 140 Innenplätze auf den zwei Ebenen ergattert hat und trotzdem den Henssler-Touch kosten möchte, kann man bei sommerlicheren Temperaturen auch auf der Straße an einem der weiteren 120 Plätze sitzen.

Beeindruckend, was Steffen Henssler seit seinem Besuch der Sushi-Academy aufgebaut hat und mittlerweile unter sich bündelt: neben seinen jetzt drei Restaurants, dem Lieferservice Henssler at Home, zig TV-Auftritten, fünf Kochbüchern, Live-Kochshows in diversen Theatern und Arenen Deutschlands auch die mich besonders interessierende Kitchenparty in Hensslers Küche, in der Kochkurse angeboten werden. Da steigt doch die Motivation, selbst mal wieder Lotto zu spielen.

Mehr unter: www.ahoibysteffenhenssler.de


Hier geht Steffen Henssler gerne essen:

„Ristorante Mamma Mia in Altona finde ich tipptopp. Das ist ein sensationeller Laden mit einem tollen Chef. Am besten fragt man nach dem, was nicht auf der Karte steht. Das Casa di Roma in der Langen Reihe finde ich auch richtig gut.“


Über Die Autorin:

Regelmäßig schreibt die Hamburger Food-Bloggerin und leidenschaftliche Restauranttesterin über Gastronomien, in denen sie sich besonders wohl fühlt. Mehr von ihr finden Sie unter www.tastehamburg.com.