Kutiman

Kutiman bei den Aufnahmen im U-Bahnhof Übersee- quartier mit dem israelischen Schlag- zeuger Oded Kafri | Foto: Simone Rudloff für HANSEstyle

Eine Liebeserklärung an die Hansestadt

Für das HANSEstyle-Foto ausnahmsweise mal mit dem Rücken zur Wand: Michael Lehmann (Geschäftsführer Studio Hamburg Produktion Gruppe) ist einer der Initiatoren und Produzent des „Kutiman-Projektes“ | Foto: Tim Wendrich für HANSEstyle
Für das HANSEstyle-Foto ausnahmsweise mal mit dem Rücken zur Wand: Michael Lehmann (Geschäftsführer Studio Hamburg Produktion Gruppe) ist einer der Initiatoren und Produzent des „Kutiman-Projektes“ | Foto: Tim Wendrich für HANSEstyle

Ophir Kutiel, alias Kutiman, setzt musikalisch unterschiedliche Städte in Szene. Der 1981 in Israel geborene Künstler macht sich mit seinen Online-Mash-Up-Projekten weltweit einen Namen. Als „Mash-Up“ wird eine Musikcollage aus Tonaufnahmen einzelner Interpreten bezeichnet. Sein YouTube-Channel verzeichnet mehr als 14,5 Millionen Besucher, seine Musik- und Kurzfilmprojekte, die er in und über internationale Städte produziert, ziehen Einheimische wie Touristen in ihren Bann. Istanbul, New York, Tokio, Krakau, Tel Aviv, Jerusalem – Kutiman hatte sie alle. Das Time Magazine wählte seine urbanen Kunstprojekte gar zu den „50 best inventions of 2009“. In Zusammenarbeit mit der Letterbox Filmproduktion (z.B. Der Tatortreiniger / Nachtzug nach Lissabon) und seinen Partnern Hamburg Marketing und dem Promotion Pool der Hamburger Hotellerie und Radio Hamburg bekam nun auch Hamburg sein eigenes audiovisuelles Porträt. Um das Projekt zu finanzieren, wurde eine Crowdfunding-Aktion ins Lebens gerufen. Außerdem reagierten viele Unternehmen und Institutionen mit großem Interesse auf das Projekt. Neben allseits bekannten Orten, wie dem Michel oder den Deichtorhallen, wurde in der U-Bahn-Haltestelle Überseequartier oder im Goldenen Pavillon nahe den Elbbrücken gedreht. Zwölf Künstler an zwölf Orten in der Hansestadt und immer dabei: Kutiman mit seiner Kamera. Er fängt die Bilder und Töne der verschiedenen Künstler ein und entwirft daraus ein völlig neues Kunstwerk: ein Kunstwerk, das nicht nur Touristen von der Hansestadt begeistern, sondern auch Hamburger Jungs und Deerns ihre Heimat auf neue Art und Weise näher bringen soll. „Man schaut es sich an und sagt sofort: Eine starke Stadt, da muss ich hin“, sagt Michael Lehmann, Vorsitzender Geschäftsführer der Studio Hamburg Production Group. „Wir haben in Kutiman und seiner Arbeit sofort eine Chance für Hamburg gesehen“, erzählt er weiter.

Kutiman ist ein introvertierter, bescheidener Typ aus einem Kibbuz, einer kleinen ländlichen Siedlung in Israel. Er ist ein musikalisches Ausnahmetalent. Er drückt jeder Stadt seinen persönlichen Stempel auf: „Ich möchte meine ganz eigenen Impressionen der Stadt zeigen. Natürlich kann man niemals alles einfangen“, erzählt der Künstler.  Dass er für seine Projekte um die halbe Welt reist, macht ihm wenig aus: „Es sind nur ein paar Stunden mehr im Flugzeug. Ich fühle mich hier nicht weiter weg von Zuhause als in New York.” Die Künstler und Orte wurden vorher sorgfältig von der Letterbox Filmproduktion  ausgewählt und mit Kutiman abgestimmt. Bei der Produktion steht seine künstlerische Freiheit im Vordergrund. „Wir geben all unseren Regisseuren und Künstlern ein Umfeld, in dem sie sich möglichst frei entfalten und ihre Qualitäten abrufen können”, stellt Michael Lehmann klar.

Redakteurin Jennifer Drummond im Gespräch mit Kutiman
Redakteurin Jennifer Drummond im
Gespräch mit Kutiman

Die Kunstwerke haben niemals dieselbe Struktur. Welches Projekt und welche Stadt ihm bisher am besten gefallen hat, kann er nicht sagen. „Ich liebe sie alle wie meine eigenen Kinder,” so Kutiman.

Entdecken Sie Hamburg durch die Augen eines fremden Künstlers:
www.mixthecity.com

Text: Jennifer Drummond