Filmreif, diese Insel

Auch ohne Kamera den nächsten Beitrag im Visier: Axel Link
Foto: Simone Rudloff für HANSEstyle

In seiner Freizeit hält sich Axel Link, 56, durch Joggen fit. Und das am liebsten auf seiner Lieblingsinsel. So viel Zeit bleibt dafür jedoch nicht, denn wenn er auf Sylt ist, kümmert er sich meistens um den nächsten TV-Beitrag. Denn der Medienunternehmer hat 2013 den Fernsehsender Sylt1 ins Leben gerufen.

Als Kölner: Woher kommt Ihre Verbindung zu Sylt?
Vor über 20 Jahren habe ich bei einem Inselhopping-Segeltörn über die griechische Ägäis eine waschechte Insulanerin kennengelernt. Das war aber keine Griechin, sondern eine Sylterin. Der Klassiker also: Der Liebe wegen. Wäre meine heutige Frau und Mutter unserer drei gemeinsamen Kinder Mallorquinerin, gäbe es heute vermutlich Mallorca1.

Was fasziniert Sie an der Insel?
In meiner Interviewreihe ‚Sylter Gespräche‘ habe ich eine Menge Menschen kennengelernt, die auf faszinierende und spannende Lebensläufe zurückblicken. Verrückte Typen gibt es natürlich überall auf der Welt. Aber ich glaube, die Dichte von „positiv Verrückten“ ist auf Sylt besonders hoch.

Haben Sie einen Lieblingsplatz?
Die Küchenbank meiner Schwiegermutter in Wenningstedt – weil es da immer super leckeres und gesundes Essen gibt. Wonnemeyer am Strand – beim Sonnenuntergang mit einem guten Glas Wein. Und gerne auch das Café Lund in Hörnum nach einer Wanderung um Hörnum-Odde.

Gibt es eine Sylt-Sendung, die Sie unbedingt noch machen möchten?
Eine? Jede Menge! Was auf jeden Fall noch fehlt ist die „Sansibar-Story“.

Spielt auch Hamburg – als nächstgelegene Großstadt – eine besondere Rolle für Ihren Sender?
Natürlich. Unter anderem gibt es bei uns ja das Format „Hamburg meets Sylt“. In einer knappen Viertelstunde erzählen mir prominente und weniger prominente Hamburger ihre Erlebnisse von und auf der Insel. Das lässt sich auch an unseren Facebook-Freunden ablesen. Von den über 65.000 Freunden kommen sehr viele aus Hamburg.

Was kann Sylt von Köln lernen und Köln von Sylt?
So grundsätzlich könnten viele Menschen eine gute Portion Kölscher Gelassenheit vertragen: Wat fott es, es fott – weg ist weg. Diese Formel der rheinischen Gelassenheit würde den meisten Menschen (von Freiburg bis Flensburg) gut bekommen.


Über Axel Link:

Geboren wird er in Oberwesel am Rhein. Seit 1989 ist Axel Link Inhaber einer eigenen TV-Produktionsgesellschaft in Köln. Seine TV-Laufbahn begann 1984 als Reporter für Hörfunk und Fernsehen beim SWR. Zudem war er am Aufbau des ersten deutschen Frühstücksfernsehens bei RTL beteiligt. SYLT1 sendet im digitalen Kabel und als Livestream unter www.sylt1.tv