Esther Schweins

Durch den überragenden Erfolg von RTL Samstag Nacht wurde die in Oberhausen geborene Esther Schweins in den 90er-Jahren zu Deutschlands bekanntester Comedian. Bis heute spielte sie in über 40 Fernsehproduktionen mit. Esther Schweins moderierte im öffentlich rechtlichen Fernsehen, lebte in Hamburg und führte im Schmidts Tivoli Regie beim Theaterstück Caveman. Im April 2015 kommt der erste Teil der Fantasy Bestsellerverfilmung von „Mara und der Feuerbringer“ in die Kinos – sie spielt darin eine verträumte Hippiemutter. Wir treffen Esther Schweins in Berlin – uns begegnet eine äußerst sympathische Frau mit Tiefgang. Sie hört lieber Klassik als Pop, sie interessiert sich mehr für Mythologie als für Shopping und sie isst lieber Gemüse statt Fleisch. Da passt es doch, dass die zweifache Mutter auch noch EU-Gemüsebotschafterin ist. Privat hat sie ihr Glück auf Mallorca gefunden. Wie? Das erfahren Sie gleich – lernen Sie Esther Schweins RUNDUM besser kennen.

Fotos: Tim Wendrich für HANSEstyle

Unsere Kinder wachsen trilingual auf. Eigentlich könnte man es auch babylonisch nennen: Auf Mallorca spricht man Mallorquinisch, das ist ein Dialekt der katalanischen Sprache. Auf der internationalen Schule, die sie besuchen, sprechen sie Englisch und Spanisch. Und mit mir Deutsch.

Meine Kinder lieben die Götterwelt. Das wird schon durch Asterix und Obelix angefacht.

Jedes Volk braucht seinen mythologischen Schatz.

Wir sind mit der griechischen Mythologie viel vertrauter als mit unser eigenen.

Mythologie verwurzelt die Menschen. Leider ist der Zugang zur germanischen Mythologie speziell durch den Missbrauch während des Dritten Reichs verbaut.

Freya ist die bekannteste Göttin der nordischen Völker. Sie gehört zu den Arsen und gilt als die Urfrau und Beschützerin der freien Frauen. Ihr Name vereint die Begriffe „Frau“ und „Freiheit“.

Freya hat Odin geheiratet. Er wurde der erste Göttergatte – daher stammt der Begriff.

Von1996 bis 1998 habe ich in Hamburg gelebt.

Die Stadt war mir damals etwas zu aufgeräumt. Ich habe sie manchmal gern Bad Hamburg genannt.

Hamburg hat eine sehr schöne Theaterkultur.

Das Hamburger Publikum ist weltoffen und klug. Es ist schwer zu gewinnen, doch wenn man es hat, dann ist es treu.

Beim Film leben wir in einer männerdominierten Welt. Es gibt, wie beim Theater, wesentlich mehr Regisseure als Regisseurinnen. Und weit mehr männliche als weibliche Rollen.

Mir war sehr früh bewusst, dass ich als Frau in einer luxuriösen Zeit geboren wurde.

In Deutschland haben wir ein Grundrecht auf Entscheidungsfreiheit. Das ist alles andere als normal auf dieser Welt.

Mein Sternzeichen ist Widder. Was typisch ist? Geht nicht gibt’s nicht!

Ich wäre gern ein ungebremster Widder. Doch ich bin Jungfrau im Aszendent und ich glaube, dass die mir im Weg steht. Denn die Jungfrau hat es gern aufgeräumt und geplant.

Bei Laufmaschen muss ich immer an „Dreimal im Leben“ denken. Das ist ein saugeiles Stück.

Depeche Mode hat mich in den 80ern musikalisch geprägt.

Heute höre ich hauptsächlich Klassik. Momentan besonders viel Mozart – gemeinsam mit meiner Tochter.

Tschaikowski höre ich auch gern – da steckt viel russische Seele drin.

Ich denke gerade darüber nach, ob ich nicht ein Chopin-Programm machen sollte. Chopin hat auf Mallorca außergewöhnliche Stücke geschrieben.

Als Baby trug ich noch den Nachnamen meiner Mutter im Pass: Bauer

Mein Mann ist Landwirt.

Ich habe mich jahrelang ausschließlich vegetarisch ernährt. Mittlerweile esse ich mit den Kindern manchmal Fleisch. Aber immer nur sehr bewusst. Mit Fleisch von einer mallorquinischen Angus Farm.

Als Gemüsebotschafterin setze ich mich für gesündere Ernährung und die Aufklärung über den nachhaltigen Anbau in den spanischen Regionen Murcia und Almería ein.

Massentierhaltung halte ich für skandalös, für eine Schande.

Einmal waschen ist immer gut. Auch bei Bio-Gemüse.

Rote Bete ist das geheimnisvollste aller und mein Lieblingsgemüse.