Elbgym: Einhundert Prozent

Für Elbgym-Gründer Wilhelm Schröter steht der starke Wille beim Training im Vordergrund | Foto: Marius Engels für HANSEstyle

Elbgym-Gründer Wilhelm Schröter spricht über die Qualität von Fitnessstudios, über neue Körperideale und die richtige Einstellung zum Training.

„Das Wichtigste ist, dass man ehrlich zu sich selbst ist und den Willen hat, etwas zu ändern“, so beschreibt Wilhelm Schröter, Betreiber der Hamburger Fitnessstudio-Kette „Elbgym“, die Grundlage für ein erfolgreiches Training. Ob man die eigene Fitness auf Vordermann bringen möchte oder die lästigen Pfunde endgültig verschwinden sollen – wer im Elbgym trainiert, sollte es wirklich wollen! Dachten bisher viele, zum Abnehmen sei Ausdauersport die beste Lösung, die belehrt Wilhelm Schröter eines Besseren: „Training allein reicht nicht. Möchte man nachhaltig und gesund Gewicht verlieren, dann gehen 60 Prozent über die Ernährung und 40 Prozent über Krafttraining.“

Welches Schönheitsideal verfolgen die Trainierenden? Gerade bei den Frauen hat sich eine Wende vollzogen. Wer nicht schlank, ja gar dünn war, fiel noch vor ein paar Jahren aus dem Idealbild heraus. Heute ist das anders. Es geht um Proportionen und Ästhetik. Zwar gelten schlanke Frauen nach wie vor als attraktiv, doch hat sich das Spektrum der „perfekten“ weiblichen Figur erweitert. „Die Gesamt-ästhetik der Linie – die Kombination aus Figur, Ausstrahlung und Gesundheit – steht heute im Vordergrund“, weiß Schröter. Auch bei den Männern sieht Schröter eine Wandlung: „Nach dem Bodybuilder-Hype kam ein Trend zum androgynen Typ, mittlerweile tragen Männer wieder Bart und sind trainierter – sie haben nicht zu viel und nicht zu wenig.“


„Die alljährliche Fahrradtour im Familienurlaub erzielt eben keinen langfristigen Erfolg.“ – Wilhelm Schröter

Aber wie ist Wilhelm Schröter selbst zum Kraftsport gekommen? Schaut man sich den 1,92 Meter großen Mann mit dem breiten Kreuz an, wirkt es, als wäre er so zur Welt gekommen. „Ursprünglich habe ich Basketball gespielt, doch ich war zu schmächtig. Ich war zwar groß und konnte gut springen, habe aber bei meiner Körpergröße nur 75 Kilogramm gewogen.“ Im Alter von 17 Jahren begann Schröter mit dem Krafttraining – davon war er sofort fasziniert. Dann wurde er zwar zu schwer für Basketball auf hohem Niveau, doch seine neue Leidenschaft machte er später zum Beruf.

Redakteurin Louisa Wölke im spontanen Selbstversuch – mit der richtigen Technik ist das Kreuzheben kein Problem | Foto: Marius Engels für HANSEstyle

Das erste Elbgym eröffnete er 2012, ein bisschen aus der eigenen Not heraus: „Als ich nach Hamburg kam, fand ich kein Fitnessstudio, das meinen speziellen Anforderungen entsprach.“ Also gründete er sein erstes Studio. „Alle Elbgyms sind nach DIN-Norm zertifiziert, so ist die Einhaltung von Standards bestätigt“, sagt er. Trainingsgeräte, Dienstleistung und die Qualifikation der Trainer entsprechen einem Qualitätsstandard, der in Schröters Augen unumgänglich ist: „Leider kann sich immer noch jeder, auch ohne besondere Qualifizierung, Trainer nennen. Obwohl es in diesem Beruf um Menschen und ihre Gesundheit geht.“ Aus diesem Grund ist die persönliche Betreuung der Mitglieder im Elbgym das oberste Ziel. Wilhelm Schröter und seine Studioleiter kennen den Großteil ihrer Mitglieder beim Namen. Einen Unterschied zwischen seinen Studios sieht der Unternehmer in der jeweiligen Atmosphäre vor Ort: Während das Stammhaus am Gorch-Fock-Wall auf Vollblut-Kraftsportler ausgerichtet ist, wurde am Alsterufer mit warmem Licht und edler Einrichtung ein stylisches Wohlfühl-Ambiente geschaffen.

Und jährlich grüßt das Murmeltier: Jetzt ist die Zeit, in der einem wieder einmal bewusst wird, wie schnell die Sommermonate näher rücken, und in der die kleineren und größeren Problemzonen besonders nerven. Für Schröter gibt es nur einen Weg, um auf gesunde und nachhaltige Weise fit zu werden: die richtige Einstellung. „Es braucht eine gewisse Selbstdisziplin und eine ehrliche Selbsteinschätzung. Die alljährliche Fahrradtour im Familienurlaub erzielt eben keinen langfristigen Erfolg.“ Hat man die ersten Wochen im Fitnessstudio geschafft, werden die Trainierenden höchstwahrscheinlich erste Resultate sehen. Doch Achtung: die sollten nicht nur am Gang zur Waage festgemacht werden.Laut Schröter kann das sogar zu einem Trugschluss führen: „Das reine Gewicht ist wenig aussagekräftig. Zum Beispiel können 100 Kilogramm sowohl aus Fett oder eben aus Muskelmasse bestehen. Nur wenn man bei der Gewichtsabnahme auch wirklich Fett verloren hat, hat man gewonnen.“

Selbst ein Profi wie Wilhelm Schröter kennt sie, die tückischen Motivations-Tiefs. Um Abhilfe zu schaffen, rät er, die Trainingseinheiten zum Beispiel auf den Morgen zu legen und seinen Kopf durch eine positive Einstellung auszutricksen, „es geht um intrinsische Motivation – die man auch langsam entwickeln kann.“ Man soll sich morgens nach dem Aufwachen klar machen: ,Wenn ich jetzt zum Training gehe, bin ich den Tag über ein zufriedenerer Mensch.’ Auch das Verabreden mit einem Trainingspartner kann motivieren und die eine oder andere Ausrede vergessen lassen. Und selbst wenn mal keine 100 Prozent gegeben werden, gilt am Ende doch: „Jedes Training ist ein gutes Training!“

Text: Louisa Wölke


VIER WICHTIGE GRUNDREGELN VON WILHELM SCHRÖTER

1. Ernsthaftigkeit: Das Training sollte genau so ernst genommen werden wie der Job oder das Privatleben. Am Mobiltelefon herumspielen hat da keinen Platz.
2. Kontinuität: Wer sich vornimmt, dreimal pro Woche Sport zu machen, sollte das einhalten. Klar kann an einem Tag mal etwas dazwischen kommen, aber dann muss das verpasste Training nachgeholt werden.
3. Man lernt nie aus: Es gibt immer wieder neue Übungen und Techniken zu erlernen. Das eigene Wissen ist immer ausbaufähig.
4. Wissen professionell aneignen: Wissen gibt es nicht auf Facebook, Instagram oder YouTube, sondern in echter Literatur und natürlich von ausgebildeten Trainern.


MIT DIESEN ÜBUNGEN MACHEN SIE EINE GUTE FIGUR

Gemeinsam mit Studioleiter und CrossFit-Trainer
Hannes zeigt Wilhelm Schröter seine Top 3 der Ganzkörper-Übungen – und die haben es in sich.

Übung I: Schulterdrücken
Das Schulterdrücken eignet sich insbesondere für die Entwicklung der vorderen Schultern, aber auch der gesamten Haltemuskulatur im Oberkörper. Der Bauch, der untere Rücken und die Schultern werden trainiert. Als unterstützender Muskel wird der Trizeps gefördert.

Übung II: Kreuzheben
Beim Kreuzheben werden der untere Rücken, die Haltemuskulatur und der Po trainiert – eine Rundumübung.

Übung III: Kniebeuge
Die Kniebeuge wirkt sich auf die komplette Bein- und Pomuskulatur aus. Trainiert werden neben dem Oberschenkelmuskel, den Waden und dem Po auch der Bauch und der gesamte Oberkörper.


Noch ein Tipp für mehr Power beim Training:
Es ist amtlich: Wer beim Sport die richtige Musik hört, kann seine Energie und Muskelkraft erhöhen. Nämlich um genau 24,4 Prozent. Gemeinsam mit FC St. Pauli-Torwart Philipp Heerwagen und einem Forscherteam der Universität Hamburg hat der Musik-Streamingdienst Deezer herausgefunden, welche Sounds uns zu Höchstleistungen antreiben. Ob beim Krafttraining, im Fitnessstudio oder beim Joggen um die Alster – diese Songs machen stark!

Pitch Perfect – Fritz Kalkbrenner
Finder – Ninetoes
Stay as You Are – Nature One inc.
Right Here, Right Now – Fatboy slim


Elbgym:

Gestartet im Jahr 2012, eröffnete Wilhelm Schröter 2016 am Alsterufer die dritte Elbgym-Dependance. Das Konzept bietet sich für jeden an, der ernsthaft an seinem Körper und seiner Fitness arbeiten möchte. Mit qualifizierten Trainern sowie modernstem und umfangreichem Equipment bietet das Elbgym alles, was dazu nötig ist. Neben Geräten für das Kardio- und Krafttraining gibt es diverse Kurse – von Yoga bis CrossFit. Die persönliche Betreuung der Mitglieder steht im Elbgym an erster Stelle. Die Trainer sorgen dafür, zum Beispiel mit regelmäßigen InBody-Körperanalysen, dass Sie das gesetzte Ziel nicht aus den Augen verlieren. Mehr unter www.elbgym.de